Alle Beiträge von Rita

Blick über den Tellerrand hinaus

Am Cultural Celebration Day, einem der Höhepunkte eines jeden World Scout Jamborees, feiern die Pfadfinderinnen und Pfadfinder gemeinsam die Vielfalt der weltweiten Pfadibewegung.

Schottische Pfadfinder in Kilts, nigerianische in Dashikis, japanische in Kimonos und daneben österreichische in Lederhosen und Dirndl: Jugendliche aus aller Welt präsentierten vergangene Woche am 24. World Scout Jamboree ihre farbenfrohe Trachten und zeigten sich ebenfalls neugierig, die kulinarischen Besonderheiten anderer nationalen Küchen kennenzulernen. Leonie offerierte Jugendlichen aus aller Welt traditionellen Milchreis mit Zucker und Zimt und probierte selbst eine landestypische Lachsspeise und selbstgemachte Süßigkeiten bei den amerikanischen und arabischen Zeltnachbarn: „Es war wahnsinnig spannend, sich über die kulturellen Unterschiede der einzelnen Länder zu unterhalten und andere Jugendliche fremder Länder kennenzulernen.“

Unsere Young Correspondent Celina berichtet: „Die verschiedenen Länder und Kulturen haben Unterschiedliches gekocht, von dem viel sehr gut geschmeckt hat. Ich habe Amerika, Afrika, Dänemark und Südafrika besucht. Am Abend ging unser gesamtes Kontingent zur „Big Stage“. Es wurden einige Fotos gemacht und später gab es eine Veranstaltung zur den unterschiedlichen Religionen anderer Länder.
Danach haben vier Sprecher aus Disney Filmen gesungen. Es war ein interessanter Tag und hat viel Spaß gemacht.“

Die Welt zu Gast in West Virginia

Das Weltpfadfindertreffen in West Virginia ist eröffnet. Gestern trafen die rund 45000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder erstmalig alle zusammen, um gemeinsam das 24. World Scout Jamboree zu eröffnen. Mit dabei: Über 200 ÖsterreicherInnen, die aus allen Teilen der Republik in die USA angereist waren.

Absolutes Gänsehaut-Feeling herrschte gestern bei der Opening Ceremony im Bechtel Summit Reserve, einem der größten Pfadi-Zeltplätze der USA. Die drei austragenden Länderverbände, USA, Kanada und Mexiko eröffneten feierlich das World Scout Jamboree. Ein besonderes Erlebnis für Anna, Julia und Franzi, die als Vertreterinnen des österreichischen Kontingents beim großen Fahneneinzug die Fahnen für drei der teilnehmenden Länder tragen durften. „Es war ein unbeschreiblicher Moment, auf dem Weg zur Tribüne schlotterten mir sogar die Knie“, meint Anna, die die Fahne für Nord Mazedonien auf die Bühne trug. Auch Franzi, die die Österreichfahne schwenken durfte, zeigte sich überwältigt von der Eröffnungszeremonie: „Vor so vielen Menschen stehen zu dürfen, ist eine wahnsinnige Ehre.“ Hannah und Florian beobachteten das Geschehen von den ZuschauerInnenplätzen aus. Hier ihr Bericht:

Lautstark präsentierte sich jede Nation durch Singen, Schreien, Tanzen oder Rufe. Die Stimmung war gigantisch. Alle waren aufgeregt und freuten sich auf die Feier. Am Anfang der Zeremonie wurde jedes Land vorgestellt und jubelte dabei so laut wie möglich. Danach eröffneten die ZeremoniemeisterInnen der Hosting-Countries das Jamboree offiziell. Etwas später legte Bear Grylls einen legendären Auftritt hin: Er seilte sich von der Bühnendecke ab, erzählte uns etwas über Umweltschutz und sprach davon, wie toll wir PfadfinderInnen sind! Dabei wurde er mit Halstüchern beworfen.

Zum Abschluss trat noch eine Band auf, die mit guter Musik eine unglaubliche Stimmung verbreitete. Sie spielten unterschiedliche Melodien mit Drumsticks auf einer Leiter und sprangen dabei akrobatisch darauf herum. Mit Standmixern spielten sie einen Remix – im Dunkeln, denn die Mixer waren mit unterschiedlichen Farben befüllt und leuchteten.

Zur Überraschung von allen kam zum Finale eine großartige Lichtershow, welche wirklich atemberaubend war. Mit Hilfe von Drohnen, die unterschiedlich leuchteten, wurden ganze Wörter geschrieben und verschiedene Symbole an den Himmel gezaubert!

Wir nähern uns dem Ziel

Seit vier Tagen befindet sich das Österreichische Kontingent auf USA-Rundreise Richtung West Virginia, wo am 22. Juli das 24. World Scout Jamboree mit rund 46’000 TeilnehmerInnen aus über 160 Nationen stattfinden wird. Die Etappen führten die Jugendlichen von New York über Philadelphia nach Washington D.C.

Bei Platzregen in New York und Höchsttemperaturen in Philadelphia und Washington D.C. haben unsere 137 Jugendlichen bereits erste Jamboree-Luft schnuppern können. Am Times Square, in 540 Meter Höhe auf dem One World Trade Center, an der Grand Central Station, in Philadelphia vor der Liberty Bell, in Washington am Lincoln Memorial, auf dem Nationalfriedhof Arlington, vor dem Weißen Haus, neben dem Capitol, am Scout Memorial, natürlich auch im Air and Space Museum und – wer hätte es erwartet – in jedem Starbucks aller besuchten Städte: Überall wimmelt es von Pfadfinderinnen und Pfadfindern, die sich die Zeit noch mit Sightseeing vertreiben, bis der große Anreisetag ins Summit Bechtel Reserve ansteht.

New York, Philadelphia und Washington sind in jedem Fall eine Reise wert. Dennoch: Wir können es kaum erwarten, mit unseren vier Reisebussen im Summit Bechtel Reserve vorzufahren und das Weltpfadfindertreffen einzuläuten.